Samuel Hebgen

Veranstaltungsmanager / Veranstaltungstechniker

stadtholding.de

Wie erlebst Du die Zeit der Corona-Krise? Wie wirkt sich das auf Deinen Alltag und Dein Schaffen aus?

Zu Beginn war die Zeit in der Corona-Krise ein sehr gewöhnungsbedürftiger Alltag. Durch die Vorsichtsmaßnahmen innerhalb des Unternehmens war der Kontakt zu den Kolleg*innen und dem gewohnten Umfeld vom einen auf den anderen Tag unterbrochen. Auch wenn Anfangs die Zeit für Privates viel positives mit sich brachte kamen irgendwann doch Zweifel wie und vor allem wann diese Pandemie nicht mehr unseren Alltag dominiert. Einerseits war und ist es erschreckend zu sehen, wie viele Unternehmen und Dienstleister durch die Corona-Krise ihren Job verloren haben, andererseits habe ich aber auch das Gefühl, dass viele nicht den Kopf in den Sand stecken und die Situation als neue Chance nutzen! Auch wenn wir noch nicht genau wissen, wann ein geregelter Veranstaltungsbetrieb aufgenommen werden kann, hoffe ich sehr, dass man dort wieder in gewohnte Abläufe zurückkehren kann.

Es wurden jede Menge Hilfspakete geschnürt – auch für Kulturschaffende und die Veranstaltungsbranche. Funktioniert das für Dich?

Durch die Unternehmensstruktur der Stadtholding Landau in der Pfalz GmbH waren und sind wir nicht die ersten, die durch die öffentlichen Hilfspakete gefördert werden, was meiner Meinung nach auch völlig in Ordnung ist, da es viele Unternehmen und Dienstleister gibt, die diese Hilfen dringender benötigen.

In meinem direkten Umfeld war die Meinung bzgl. der Hilfspakete sehr gespalten, einerseits scheint es sehr gut funktioniert zu haben, Gelder zu beantragen und diese letzten Endes auch zu bekommen, andererseits hatte ich auch viele negative Rückmeldung eines andauernden Prozesses.

Meine persönlicher Eindruckt ist jedoch, dass viele die nicht direkt auf Hilfe angewiesen sind diese auch nicht beanspruchen, was für mich ein tolles Gefühl der Fürsorge ist!

Was sind Deine Wünsche für die Zukunft der Kulturstadt Landau?

Ich hoffe sehr, dass wir nach der Pandemie wieder in ein geregeltes Veranstaltungsgeschehen kommen. Auch wenn es anfangs vielleicht ungewohnt sein wird, Menschen nahe zu kommen und gemeinsam zu feiern, würde ich mir wünschen, wenn das Thema Corona in Zukunft nur noch ein marginales Ereignis ist, auf das wir zurückblicken können. Außerdem wünsche ich mir, dass die Pandemie uns Kulturschaffende nicht entmutig hat, der Begeisterung weiter nachzugehen und dass auch die Menschen weiterhin bereit sind Kultur zu konsumieren und zu schätzen lernen.