Miriam Gaßmann

Wie erlebst Du die Zeit der Corona-Krise? Wie wirkt sich das auf Deinen Alltag und Dein Schaffen aus?

Das letzte Jahr hat mich gezwungen neue Wege zu gehen. Ich habe Unterrichtsvideos gedreht und Online unterrichtet, das war eine große Herausforderung für mich. Zu Beginn wurden diese Plattformen von vielen meiner SchülerInnen gut genutzt, in den letzten beiden Monaten war die Teilnahme, vor allem bei den Jüngeren, sehr rückläufig. Das ist natürlich verständlich, da die Kinder mit Homeschooling schon an Ihre Belastungsgrenzen kommen. Sehr positiv fand ich die Wertschätzung vieler Eltern, die mir entgegen gebracht wurde. Ich vermisse den direkten Kontakt zu meinen SchülerInnen und ich vermisse es mit Ihnen in meinem Ballettsaal zu tanzen. Online Unterricht kann nur sehr begrenzt den Präsenzunterricht ersetzen!

Es wurden jede Menge Hilfspakete geschnürt – auch für Kulturschaffende und die Veranstaltungsbranche. Funktioniert das für Dich?

Die November- und Dezember–Hilfe habe ich erst Anfang Februar bekommen. Das Beantragen dieser Hilfspakete war sehr kompliziert und nur mit professioneller Hilfe zu meistern. Aber mein Vermieter ist mir sehr entgegengekommen und es fließen auch noch einige Beiträge, so komme ich finanziell über die Runden.

Was sind Deine Wünsche für die Zukunft der Kulturstadt Landau?

Eine Vernetzung von Kulturschaffenden aus allen Bereichen, mehr Plattformen für kleinere Veranstaltungen mit weniger bürokratischem Aufwand und mehr Möglichkeiten die Sparte »Tanz« mit einzubinden, wären wünschenswert. Es wäre außerdem hilfreich die städtischen Kulturstätten für regionale Künstler bezahlbarer zu machen